Ausstellungen 2010
Ausstellung Maria Brandmüller - Kostbarkeiten

Sonderausstellung IKONEN – „Fenster zur Ewigkeit“
Zur Eröffnung der Sonderausstellung am 5. Februar 2010 waren viele Freunde des Künstlers und des Museums gekommen. Nach der Laudatio durch Herrn Dechant Roland Rasser und der Eröffnung der Ausstellung durch Herrn Bürgermeister Günter Schied führte der Ikonenmaler Reinhard Püttmann durch seine Ausstellung.

Bürgermeister Günter Schied, Reinhard Püttmann
Alle ausgestellten Ikonen sind in Eitempera – Technik, nach Rezepturen der Mönche vom Hl. Berg Athos in Griechenland gemalt und mit hauchdünnem Blattgold verfeinert. Die Eitempera Farbe ist eine Mineralfarbe, die mit Eigelb und Bindemittel gemischt wird und auf harzfreiem Holz (zumeist Eiche) aufgetragen wird. Raumtiefe gibt es nicht – nur den Vordergrund. Es füllt die Personen oder das Geschehene mit bezwingender Unmittelbarkeit aus. So wird der Blick des Betrachters nicht abgelenkt von Nebensächlichkeiten und die dargestellte Person ist auf eindringlicher Weise gegenwärtig.
Obmann Klaus Linzmaier, Reinhard Püttmann, BGM Günter Schied, Kustodin Andrea Dillinger
Das Wort „Ikone“ geht auf das griechische Wort „Eikon“ zurück und bedeutet Bild, Abbild im umfassendsten Sinn, auch Fresken und Mosaike waren „Eikon“.
Heute wenden wir den Begriff „Ikone“ ausschließlich auf die religiösen Kultbilder der orthodoxen Kirche an.
Ikonen sind nicht nur als ästhetische Kunstwerke zu verstehen, sondern sie bilden einen wesentlichen Bestandteil der Liturgie der Ostkirche, deren Höhepunkt das Küssen der Ikone ist. Gemeint ist dabei, wie auch bei der Anbetung, immer der Dargestellte, nie das Bild selbst, so wie auch für den Maler immer die Bildaussage wichtiger ist als das Gestalterische; doch wird er alle seine künstlerischen Fähigkeiten in den Dienst dieser Aussage stellen, um beim Betrachter eine tiefe Ergriffenheit zu erreichen.
Mehr als 50 der selbstgemalten Ikonen des Künstlers Reinhard Püttmann sind noch bis zum 28. Februar 2010 im Pinzgauer Heimatmuseum Schloss Ritzen in Saalfelden zu sehen. Weiters können Sie alte russische Metall-Gebets-u. Reiseikonen bewundern.
Reinhard Püttmann hat außerordentliche Werke mit großem Detailreichtum, zarter Innigkeit und Präzision geschaffen. Lichter in den Augen, feine Farbabstufungen der Gesichtshaut und auf den Gewändern bewirken eine sanfte Modellierung. Jedoch- keine Ikone ist gemalt wie die andere. Und gerade die Differenzierungen und Nuancierungen verleihen ihnen einen besonderen Reiz. So erzählen die Ikonen jeden Tag neue Geschichten, gibt es immer wieder neue Ansichten, neue Perspektiven. Man kann sich eben einfach nicht satt sehen, findet der Künstler Reinhard Püttmann.
Reinhard Püttmann
Öffnungszeiten im Museum:
Mittwoch, Samstag und Sonntag von 14.00 bis 17.00 Uhr (Einlass bis 16.00 Uhr).
Zusätzliche Programmpunkte:
Samstag 13. und 20. Februar jeweils um 11.00 Uhr Ikonenmalen mit Reinhard Püttmann
Sonntag 14. Februar um 14.30 Uhr Lesung „Agios Oros“ der Hl. Berg Athos, „Klosterwelten“ von Reinhard Püttmann, Eintritt frei, um Spenden wird gebeten
Sonntag 21. Februar um 11.30 Uhr Kammerkonzert Musikalische Matinèe, Eintritt frei, um Spenden wird gebeten
Sonntag 28. Februar um 10.15 Uhr Katholische Pfarrkirche Saalfelden Heilige Messe, anschließend Weihung der „Hl. Stephanus“ Ikone
