Das Edelweiß
Im Mittelpunkt der Bergfeuer steht das von der Feuerwehr Saalfelden ausgesteckte Edelweiß in der Schneegrube, zwischen Persailhorn, Mitterhorn und Breithorn. „Es ist einzigartig in den Alpen, dass man in einem so hohen Schneekar (über 2000 m Seehöhe) ein Edelweiß abbrennt“ (O-Ton Gottfried Wörgötter). Mit einer Breite von ca. 100 m und einer Höhe von ca. 180 m werden an die 800 Lichtpunkte verwendet. Die Größe hängt von den herrschenden Schneeverhältnissen ab.
Vorlage für die Brenner in der Scheegrube
Bereits ab Vormittag beginnen die Arbeiten. Zuerst werden die vier Eckpunkte bestimmt. Danach wird die äußere Ellipse und dann die innere Ellipse markiert. Mit dem „9er-Blattl“ wird begonnen und nach und nach die einzelnen Blütenblätter vom Edelweiß im Schnee vorgezeichnet. Verwendete man früher noch eine 100m-Schnur mit Knoten alle 10m, so werden heute die Punkte nach Augenmaß festgelegt. Holzleisten werden eingesetzt und später mit Fackeln bestückt. Die Form wird vor Ort von einem erfahrenen Feuerbrenner überprüft und mit dem Koordinator Ritzensee über Funk abgestimmt. Eventuell erforderliche Korrekturen können so vorgenommen werden.


2001: Sepp Salzmann und Karl Katsch begutachten die Arbeit vom Ritzesees aus
Um 22.00 Uhr nach dem Startschuss durch die Rakete am Ritzensee werden die einzelnen Fackeln entzündet und das Edelweiß erleuchtet.

Große Aufregung herrschte 1934, als ein Hakenkreuz in der Schneegrube aufflammte.
Auch während des zweiten Weltkrieges wurden Höhenfeuer - jedoch nicht organisiert - abgebrannt.
1954 wurde das Zeichen der Freiwilligen Feuerwehren in die Schneegrube gesteckt und am Abend entzündet.
1956, also genau vor 50 Jahren, brannte erstmals ein Edelweiß in der Schneegrube.
Aus Schneemangel konnte 1964 und im Jahr 2002 nur ein Enzian aufleuchten. Viele Holländische Gäste waren der Meinung, es handle sich um eine Tulpe.

1972 wurde nach dem Erlöschen vom Edelweiß blitzartig die Zahl „100“ ausgesteckt und anlässlich der 100-Jahr-Feierlichkeiten der Bürgermusik Saalfelden entzündet.