Die Höhenfeuer
Die Entstehung der Höhenfeuer auf den Gipfeln und Graten der Berge rund um Saalfelden ist immer wieder eine bergsteigerische Meisterleistung.

Die Bergsteiger und das sind auch die Feuerbrenner, interessiert weniger die Entstehung Ihres Tuns, für Sie beginnt mit der Sonnenwende die Berg- und Kletterzeit auf die sich schon viele freuen. Es ist ein erhebendes Gefühl auf einem Gipfel ein „Sonnwendfeuer“ zu brennen, das weit ins Tal hinein erstrahlt.
Die schwierigsten Feuerstellen im Steinernen Meer sind die beiden Löcher in der Sommersteinwestwand. Nur durch abseilen vom Gipfel können diese erreicht werden.
Spitzer Ignaz beim Entzünden eines Höhenfeuers
im Hintergrund das Edelweiß in der Scheegrube
Nach dem Abbrennen der Feuer müssen die Kletterer die schwierigen Routen zu den nächsten Hütten oder ins Tal bewältigen. Die Stirnlampe ist dazu oft die einzige Lichtquelle.
Bereits beim ersten Sonnwendfeuer im Jahre 1931 gab es schon fixe Einteilungen der einzelnen Feuerstellen. Die Gipfelkette Persailhorn, Mitterhorn, Breithorn, Sommerstein und Schöneck war das Ziel. Zu dieser Zeit waren die Rucksäcke noch mit trockenem Brennholz beladen. Später tränkte man Textilfetzen in Altöl und Benzin, füllte diese in Konservendosen und entzündete diese. Die Bergrettung Saalfelden hat bei den Sonnwendfeuern am 18. 6. 1977 auf den „Rosszähnen“ aus Umweltschutzgründen wieder Holz für die Feuer verwendet. Wenige Jahre später wurde die Verwendung von Mineralölen von der Salzburger Landesregierung grundsätzlich verboten. Es wurde dann Paraffin und als Docht ein Textilstreifen verwendet, dieses hatte den Vorteil, dass keine Rückstände verblieben. Auch die Sunnawendter sind umweltbewusst geworden.
Heute werden die Feuer aus Kerzenresten hergestellt. Im Saalfeldner Bauhof werden Wachsreste erwärmt, mit Hobelspänen vermischt und in ein Papiersackerl abgefüllt. Diese Art von Feuer ist umweltschonend, brennt jedoch nicht mehr so lange als die alten Methoden.


Die Feuerstellen bei der Schönfeldspitze werden seit 1971 von Wastl Wörgötter betreut


Einteilung der Höhenfeuer, erstellt von Robert Hilzensauer in den 70er Jahren