Krippensammlung
Alexander Schläffer wurde im alten Färberhaus am 30. Jänner 1899 in Saalfelden geboren. Frau Dr. Friederike Prodinger schreibt im Merian Heft "Pinzgau": "Den achtjährigen Xandl hat die mächtige Kirchenkrippe zu Saalfelden in ihren Bann geschlagen - als Zwölfjähriger baute er nach dem Vorbild seines Vaters selbst Krippen, mit zwanzig Jahren war das Krippenwerken sein Beruf". Vom Erlebnis des kleinen Buben in der Dekanatskirche und seiner ersten selbst gebauten Krippe spannt sich der Bogen bis hin zu den großen Krippen für den Flughafen Orly und für den Dom zu Grimbergen (Belgien). Xandi Schläffer glaubte an die Aussagekraft der Krippe und nannte sie ein "Evangelium"; er baute Bauernhöfe mit Steindächern und Hausgängen mit ausgezierten Verbretterungen, er baute immer mit großer Liebe den offenen Stall von Bethlehem, dazu aber ganze Krippendörfer aus dem Pinzgau, alles getreu der Natur und um den Stall, der immer Mittelpunkt blieb, und im Hintergrund malte er den Kranz des Steinernen Meeres.

Alexander Schläffer ließ Hirten und Schafherden in blühendweißer Wolle nach
Bethlehem eilen, füllte Körbchen mit köstlichen bäuerlichen Gaben, ließ den
Gloriaengel im goldenen Strahlenkranz vom Stalldach oder von einem nahen Baume aus die
Frohbotschaft verkünden, stellte die Alphornbläser zum Blasen eines feierlichen Chorals
auf, vergaß die Bienenkörbe auf der Brüstung der Hauseingänge nicht und kleidete die
Bäurin vor dem Nachbarhause in Pinzgauer Tracht. Er sammelte alte Krippen für das Museum
und tauschte sie gegen neue, von ihm angefertigte Krippen ein, überall trat er so dem
Ausverkauf wertvollen Kulturgutes entgegen.
[ Prof. August Rettenbacher, Lebensbilder, Pinzgauer Post Nr. 49, 1992]
Weitere Krippen im Heimatmuseum
Fastenkrippe:




Militz des Salzburger Erzstiftes;
Krippe der Pfarrkirche Maria Alm im Heimatmuseum Saalfelden
Werk von Josef Mayr um 1770
