HEILIGER SEBASTIAN

Der 20. Jänner ist der Gedenktag des Heiligen Sebastians. Er ist der Schutzheilige gegen die Pest und Cholera. Daher ist es Brauch an seinem Namenstag einen Schnaps auf die Gesundheit zu trinken. Das kann auch ruhig Mal ein Budai sein.

Da der Heilige Sebastian mit Pfeilen getötet wurde sollte man an diesem Tag keine spitzen Gegenstände angreifen.

Der heilige Sebastian ist gemalt auf der rechten Seite der Thorerkapelle zu finden.

 

Bild: ein Budai, Schnapsglas mit 6cl Füllvermögen, InvNr. 517

BARBARAZWEIGE

Am 4. Dezember, dem Festtag der Heiligen Barbara, ist es Brauch, Zweige aus Obstbäumen zu schneiden und daheim in einer Vase mit Wasser aufzustellen. Beginnen diese am Heiligen Abend zu blühen, wird das als Zeichen des Glücks und der Gesundheit gedeutet.

 

Am 24. Dezember hat das Museum bis 17:00 geöffnet.

Freier Eintritt für Kinder UND ihre begleitenden Erwachsenen.

 

Barbaragedicht:

Geh in den Garten am Barbaratag.

Gehe zum kahlen Kirschbaum und sag: Kurz ist der Tag, grau ist die Zeit.

Der Winter beginnt, der Frühling ist weit.

Doch in drei Wochen, da wird es geschehn:

Wir feiern ein Fest, wie der Frühling so schön. Baum, ein Zweig gib du mir von dir. Ist er auch kahl, ich nehm ihn mit mir:

Und er wird blühen in seliger Pracht mitten im Winter in der heiligen Nacht.

Josef Guggenmoos

 

Das Museumsteam wünscht ein wunderbares Weihnachtsfest.

SCHÖNPERCHTEN - PINZGAUER TRESTERER

Wir freuen uns gemeinsam mit den Saalfeldner Tresterern:

Schönperchten - Pinzgauer Tresterer / Tauriska Verlag - Das Buch über die Tresterer ist fertig und bei uns im Museum Schloss Ritzen zu den Öffnungszeiten erhältlich. Ein umgangreiches Werk über die Geschichte der Tresterer mit einer fundierten wissenschaftlichen Aufarbeitung.

NIKOLAUSGARTL

Am 6. Dezember wird das Nikolausfest gefeiert. Bei diesem Fest wird des Bischofs von Mira gedacht. Bereits seit dem ausgehenden Mittelalter gibt es den Brauch, am Tag des Heiligen in seinem Namen Kindern heimlich Geschenke – Äpfel, Nüsse, Spielzeug, ... in bereitgestellte Papierschiffe (Nikolaus ist der Patron der Schiffer), Schuhe oder Schüsseln zu legen. Ab der Mitte des 18. Jahrhunderts ist der Einkehrbrauch nachweisbar, bei dem der Nikolaus mit seinem Begleiter, dem Krampus, zu den Familien nach Hause kam.

In Salzburg gab es einen ganz besonderen Einlegebrauch: den Nikolausgarten. Dieser wurde von den Kindern am Abend aufgestellt und der Heilige Nikolaus legte seine Geschenke hinein. Das Nikologartl stellt somit die ursprüngliche Form der weihnachtlichen Gabenbeschenkung in Salzburg dar. Bräuche wie Christbäume und die Bescherung am 24. Dezember sind viel jüngeren Ursprungs.

Das Nikolausgartl im Museum Schloss Ritzen, eine Leihgabe des Salzburg Museums, nahmen die SchülerInnen der 1a, 1b und 1s des BG/SportRg zum Anlass, um sich mit der Bedeutung von Bräuchen und deren Veränderungen auseinanderzusetzen und diente ihnen als Vorlage für ihre eigenen Entwürfe. Die Corona bedingt noch nicht ganz fertig gestellten Exemplare lassen erahnen, wie kreativ sie an dieses Projekt herangegangen sind.