20-Heller-Notgeldschein der Marktgemeinde Saalfelden - Vorderseite: Ramseider-Scharte, Entwurf von Franz Kuhlstrunk
20-Heller-Notgeldschein der Marktgemeinde Saalfelden - Vorderseite: Ramseider-Scharte, Entwurf von Franz Kuhlstrunk

NOTGELD um 1920

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges kam es zu einem regen Hartgeldschmuggel, der zu einem veritablen Kleingeldmangel in Österreich führte.

Ursache für den „Münzenschmuggel“ war, dass diese in den Nachfolgestaaten der Habsburger Monarchie ihre Gültigkeit behielten und durch die stabilere Währung in jenen Staaten, sie dort an Wert zulegten.

Um den Kleingeldmangel auszugleichen, wurden behördlichen Stellen, wie Gemeinden, das Drucken von sogenannten Notgeldscheinen mit dem Wert von 10, 20 oder 50 Hellern erlaubt. Sehr schnell mutierten diese Notgeldscheine zu beliebten Sammelgegenständen und wurde bereits 1920 wieder verboten. 

 

 

 

 

2. Februar: Maria Reinigung/Maria Lichtmess

Dieses Fest wird vierzig Tage nach Weihnachten gefeiert und es stellt den Abschluss des Weihnachtsfestkreises dar. An diesem Tag werden der Christbaum und die Weihnachtskrippe wieder weggeräumt. Die Reinigung am 2. Februar, dem ein altes heidnisches Fest zum Erwachen der Natur – das Fest des Bären – zu Grunde liegt, erinnert an den jüdischen Brauch, auf den sich das Fest bezieht. Eine Mutter galt nach den Vorschriften des Alten Testaments vierzig Tage nach der Geburt eines Sohnes als unrein. Zur Reinigung musste eine Frau ein Reinigungsopfer darbringen. 

Aus Maria Reinigung wurde mit der Zeit Maria Lichtmess, jener Tag, an dem die Weihe und die richtige Verteilung der weißen oder gelben Wachskerzen im Mittelpunkt stand. Kerzen für den häuslichen Gebrauch konnten die Menschen ebenfalls zur Segnung bringen. Diese gesegneten Kerzen sollten Unwetter abwehren. Die Bedeutung hat jedoch im Laufe der Zeit stark nachgelassen und das Fest wird nur noch selten wie früher mit einer Lichterprozession gefeiert.

Bis 1912 war Maria Lichtmess ein offizieller Feiertag. Nach diesem Tag endete für die Bauern die Winterpause und ihre Arbeit begann wieder. Zu Maria Lichtmess wurde der Jahreslohn an die Dienstboten ausbezahlt und wer nicht am Hof bleiben konnte oder wollte, musste in den darauffolgenden drei Tagen (drei Schlenkertage) eine neue Arbeitsstelle finden.  

HEILIGER SEBASTIAN

Der 20. Jänner ist der Gedenktag des Heiligen Sebastians. Er ist der Schutzheilige gegen die Pest und Cholera. Daher ist es Brauch an seinem Namenstag einen Schnaps auf die Gesundheit zu trinken. Das kann auch ruhig Mal ein Budai sein.

Da der Heilige Sebastian mit Pfeilen getötet wurde sollte man an diesem Tag keine spitzen Gegenstände angreifen.

Der heilige Sebastian ist gemalt auf der rechten Seite der Thorerkapelle zu finden.

 

Bild: ein Budai, Schnapsglas mit 6cl Füllvermögen, InvNr. 517

BARBARAZWEIGE

Am 4. Dezember, dem Festtag der Heiligen Barbara, ist es Brauch, Zweige aus Obstbäumen zu schneiden und daheim in einer Vase mit Wasser aufzustellen. Beginnen diese am Heiligen Abend zu blühen, wird das als Zeichen des Glücks und der Gesundheit gedeutet.

 

Am 24. Dezember hat das Museum bis 17:00 geöffnet.

Freier Eintritt für Kinder UND ihre begleitenden Erwachsenen.

 

Barbaragedicht:

Geh in den Garten am Barbaratag.

Gehe zum kahlen Kirschbaum und sag: Kurz ist der Tag, grau ist die Zeit.

Der Winter beginnt, der Frühling ist weit.

Doch in drei Wochen, da wird es geschehn:

Wir feiern ein Fest, wie der Frühling so schön. Baum, ein Zweig gib du mir von dir. Ist er auch kahl, ich nehm ihn mit mir:

Und er wird blühen in seliger Pracht mitten im Winter in der heiligen Nacht.

Josef Guggenmoos

 

Das Museumsteam wünscht ein wunderbares Weihnachtsfest.

SCHÖNPERCHTEN - PINZGAUER TRESTERER

Wir freuen uns gemeinsam mit den Saalfeldner Tresterern:

Schönperchten - Pinzgauer Tresterer / Tauriska Verlag - Das Buch über die Tresterer ist fertig und bei uns im Museum Schloss Ritzen zu den Öffnungszeiten erhältlich. Ein umgangreiches Werk über die Geschichte der Tresterer mit einer fundierten wissenschaftlichen Aufarbeitung.

NIKOLAUSGARTL

Am 6. Dezember wird das Nikolausfest gefeiert. Bei diesem Fest wird des Bischofs von Mira gedacht. Bereits seit dem ausgehenden Mittelalter gibt es den Brauch, am Tag des Heiligen in seinem Namen Kindern heimlich Geschenke – Äpfel, Nüsse, Spielzeug, ... in bereitgestellte Papierschiffe (Nikolaus ist der Patron der Schiffer), Schuhe oder Schüsseln zu legen. Ab der Mitte des 18. Jahrhunderts ist der Einkehrbrauch nachweisbar, bei dem der Nikolaus mit seinem Begleiter, dem Krampus, zu den Familien nach Hause kam.

In Salzburg gab es einen ganz besonderen Einlegebrauch: den Nikolausgarten. Dieser wurde von den Kindern am Abend aufgestellt und der Heilige Nikolaus legte seine Geschenke hinein. Das Nikologartl stellt somit die ursprüngliche Form der weihnachtlichen Gabenbeschenkung in Salzburg dar. Bräuche wie Christbäume und die Bescherung am 24. Dezember sind viel jüngeren Ursprungs.

Das Nikolausgartl im Museum Schloss Ritzen, eine Leihgabe des Salzburg Museums, nahmen die SchülerInnen der 1a, 1b und 1s des BG/SportRg zum Anlass, um sich mit der Bedeutung von Bräuchen und deren Veränderungen auseinanderzusetzen und diente ihnen als Vorlage für ihre eigenen Entwürfe. Die Corona bedingt noch nicht ganz fertig gestellten Exemplare lassen erahnen, wie kreativ sie an dieses Projekt herangegangen sind.